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Cannabis gegen Bluthochdruck: Wirkung, Studien und Risiken

Piotr Kudela • 26 Mar 2026 • 7 Min. Lesezeit
Cannabis use and BP: Is there a link?

Wie wirkt Cannabis gegen Bluthochdruck – und was sagt die Wissenschaft wirklich dazu? Während einige Studien auf mögliche positive Effekte von CBD hinweisen, warnen Mediziner:innen vor den Risiken, die vor allem THC für Herz und Kreislauf mit sich bringt. Die Forschungslage zu Cannabis bei Bluthochdruck ist widersprüchlich, und pauschale Antworten gibt es nicht. Wer seinen Blutdruck zuverlässig im Blick behalten möchte – unabhängig davon, welchen Weg er bei der Therapie einschlägt – findet mit dem Hilo Band ein medizinisch validiertes Werkzeug, das kontinuierliche Blutdruckdaten am Handgelenk liefert und so die Grundlage für fundierte Entscheidungen schafft.

Das Thema kurz und kompakt

  • Cannabis wirkt unterschiedlich: THC kann den Blutdruck kurzfristig erhöhen und die Herzfrequenz beschleunigen, während CBD möglicherweise entspannende Effekte auf die Blutgefäße hat.
  • Neue Studienergebnisse zeigen Widersprüche: Während eine israelische Studie bei älteren Patient:innen Blutdrucksenkung beobachtete, warnen US-Forscher vor erhöhtem Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle – besonders bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Risiken nicht unterschätzen: Vor allem das Rauchen von THC-reichen Cannabisprodukten belastet Herz und Blutgefäße zusätzlich. Bei Menschen mit Herzkrankheiten oder hohem Blutdruck kann Cannabis das kardiovaskuläre Risiko erhöhen – eine ärztliche Begleitung ist daher unerlässlich.
  • Zuverlässige Kontrolle ist entscheidend: Mit dem Hilo Band behältst du deinen Blutdruck rund um die Uhr im Blick – das Gerät misst am Handgelenk, ist CE-zertifiziert (Klasse IIa) und medizinisch validiert. So erkennst du Muster und Veränderungen frühzeitig und schaffst die beste Grundlage für fundierte Therapieentscheidungen.

Cannabis und seine Wirkstoffe – wie wirken THC und CBD auf den Blutdruck?

Cannabis enthält über 100 verschiedene Cannabinoide, doch zwei stechen besonders hervor: THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Beide interagieren mit dem Endocannabinoid-System im Körper – einem komplexen Netzwerk aus Rezeptoren, das unter anderem das Herz-Kreislauf-System reguliert. Doch ihre Wirkung auf den Blutdruck könnte unterschiedlicher kaum sein.

THC ist der psychoaktive Wirkstoff, der für das typische „High-Gefühl” verantwortlich ist. Es kann den Puls beschleunigen und den Blutdruck kurzfristig erhöhen – besonders unmittelbar nach dem Konsum. Bei Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen birgt das ein erhöhtes Risiko. CBD hingegen wirkt nicht berauschend und wird mit entspannenden, entzündungshemmenden Effekten in Verbindung gebracht. Erste Studien deuten darauf hin, dass es die Blutgefäße entspannen und Stress abbauen könnte.

Entscheidend ist: Die Wirkung hängt stark von der Dosierung, der Konsumform (Rauchen, Öl, Vaporizer) und der individuellen Veranlagung ab. Was bei einer Person den Blutdruck senken kann, kann bei einer anderen genau das Gegenteil bewirken.

CBD-Öl bei Bluthochdruck – sinnvolle Ergänzung oder riskante Alternative?

Viele Menschen mit Bluthochdruck suchen nach pflanzlichen Alternativen – und stoßen dabei auf Cannabisöl oder CBD-Öl. CBD ist keine nachgewiesene Therapie für Hypertonie. Zudem warnen Expert:innen vor unseriösen Produkten ohne Qualitätskontrolle: Viele frei verkäufliche Öle enthalten nicht die angegebenen Mengen an CBD oder sind mit Schadstoffen belastet. Medizinische Cannabisprodukte aus der Apotheke bieten hier deutlich mehr Sicherheit.

Cannabis gegen Bluthochdruck: Was sagt die aktuelle Forschung?

Die Forschung zu Cannabis und Bluthochdruck steckt noch in den Kinderschuhen – und die bisherigen Studien zeichnen ein widersprüchliches Bild. Die Forschung wurde jahrzehntelang durch Prohibition gebremst, sodass große, aussagekräftige Langzeitstudien bis heute fehlen. Eine israelische Untersuchung von 2021 beobachtete bei älteren Patient:innen nach drei Monaten Cannabis-Therapie eine deutliche Senkung des Blutdrucks – besonders nachts. Die Teilnehmenden erhielten medizinisches Cannabis mit sowohl THC als auch CBD in Form von Blüten oder Öl, und die positiven Auswirkungen traten ohne relevante Nebenwirkungen auf.

Grafik zu Studienergebnissen über Cannabis und Blutdruckwerte

Gut zu wissen: SBD steht für systolischer Blutdruck (der obere Wert, der den Druck beim Herzschlag misst), DBD für diastolischer Blutdruck (der untere Wert, der den Druck in der Ruhephase des Herzens angibt). Beide Werte sind entscheidend für die Beurteilung des Herz-Kreislauf-Risikos.

Eine britische Studie von Jadoon et al. (2017) untersuchte die Wirkung von reinem CBD bei gesunden Probanden in einem randomisierten Crossover-Design. Das Ergebnis: CBD senkte den Ruhe-Blutdruck und schwächte die Stressreaktion des Körpers ab – ein vielversprechender Hinweis auf gefäßentspannende Effekte. Doch die Teilnehmerzahl war klein, und Langzeitdaten fehlen.

Auf der anderen Seite warnt die American Heart Association vor Risiken: Vor allem THC-reiches Cannabis und inhalativer Konsum durch Rauchen können Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herzrhythmusstörungen begünstigen – insbesondere bei Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Jahr

Studiendesign

Wirkstoff

Ergebnis

Limitationen

2021

Beobachtungsstudie (Israel)

Cannabis (Blüten/Öl)

Blutdrucksenkung bei älteren Patient:innen

Kleine Teilnehmerzahl, keine Kontrollgruppe

2017

Placebo-kontrollierte Studie (UK)

CBD

Senkung des Ruhe-Blutdrucks, Stressreduktion

Nur 9 Probanden, Kurzzeitstudie

2020

Metaanalyse (USA)

THC-reiches Cannabis

Erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle

Beobachtungsdaten, Störfaktoren möglich

Zuverlässige Blutdruckdaten sind die Grundlage für fundierte Therapieentscheidungen – genau hier setzt Hilo an, indem es kontinuierliche Messungen am Handgelenk ermöglicht und Muster über die Zeit sichtbar macht. Da Organschäden durch anhaltend erhöhte Blutdruckwerte entstehen – nicht durch einzelne Spitzen –, ist die Auswertung des Blutdruckverlaufs über den Tag medizinisch besonders aussagekräftig.

THC und Bluthochdruck: Welche Risiken solltest du kennen?

THC erhöht unmittelbar nach der Einnahme die Herzfrequenz und kann den Blutdruck kurzfristig in die Höhe treiben – ein Effekt, den Risikopatient:innen besonders ernst nehmen sollten.

Besonders problematisch ist das Rauchen von Cannabis: Die Kombination aus Hitze, Verbrennungsprodukten und THC belastet die Blutgefäße zusätzlich und verstärkt das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen. Wer Herzkrankheiten, Hypertonie oder weitere Risikofaktoren hat, sollte Cannabis nur in engmaschiger ärztlicher Begleitung nutzen – das zeigt eine US-Studie der American Heart Association eindringlich. Mehr über den Zusammenhang zwischen Rauchen und Blutdruck erfährst du in unserem ausführlichen Artikel zu diesem Thema.

Bewährte Methoden zur Blutdrucksenkung statt Cannabis

Während die Forschung zu Cannabis und Bluthochdruck noch viele Fragen offenlässt, stehen bewährte und wissenschaftlich belegte Methoden zur Behandlung von Bluthochdruck längst fest. Lebensstiländerungen sind oft der wirksamste und sicherste Weg, um den Blutdruck nachhaltig zu senken – und sie verbessern gleichzeitig die Lebensqualität. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung mit weniger Salz und mehr Gemüse, gezielter Stressabbau, ausreichend Schlaf und der Verzicht auf Rauchen und Alkohol bilden das Fundament einer erfolgreichen Hypertonie-Therapie.

Wenn Lebensstiländerungen allein nicht ausreichen, kommen Medikamente wie ACE-Hemmer, Betablocker oder Diuretika zum Einsatz. Diese Präparate senken nachweislich das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Kombination aus Lebensstiländerungen und medikamentöser Behandlung kann die Lebensqualität deutlich verbessern und Menschen mit Bluthochdruck wirksame Unterstützung bieten. Entscheidend ist dabei: Nur wer seinen Blutdruck regelmäßig kontrolliert, kann den Therapieerfolg überwachen und rechtzeitig gegensteuern.

Hier kommt das Hilo Band ins Spiel: Es misst deinen Blutdruck kontinuierlich am Handgelenk – rund um die Uhr, ohne dass du im Alltag etwas tun musst. Für die initiale Kalibrierung wird die mitgelieferte Hilo Cuff (Oberarm-Manschette) verwendet – in den ersten vier Tagen täglich, danach einmal monatlich. Diese Kalibrierung ist der Qualitätsgarant, der die klinisch validierte Genauigkeit des Systems sicherstellt: systolisch 0,45 ± 7,75 mmHg, diastolisch 0,38 ± 6,86 mmHg, zertifiziert nach ISO81060-2. Die App-basierte Auswertung deiner Blutdruckdaten erkennt Muster und liefert wertvolle Einblicke, die dir und deinen Ärzt:innen helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Mit der aktuellen App-Version 2.8 kommen außerdem Schlafmonitoring, Aktivitätsüberwachung inklusive Schrittzählung sowie vier Kalibrierungen für eine noch präzisere Messung hinzu. So wird die Behandlung von Bluthochdruck präziser und effektiver – und du gewinnst die Gewissheit, das Beste für deine Gesundheit zu tun.

Diese Schritte können dir dabei helfen, deinen Blutdruck zu senken:

  • Bewegung: Mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche senken den Blutdruck nachweislich.
  • Ernährung: Salzreduktion, mehr Gemüse, Obst und Vollkornprodukte unterstützen die Blutdrucksenkung.
  • Stressmanagement: Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga reduzieren Stress und stabilisieren den Blutdruck.
  • Medikamente: Bei Bedarf verordnete Präparate senken das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.
  • Kontrolle: Regelmäßige Blutdruckmessung – am besten kontinuierlich mit dem Hilo Band am Handgelenk – ermöglicht gezielte Therapieanpassungen.

Fazit: Mit Hilo deinen Blutdruck zuverlässig im Blick behalten

Cannabis gegen Bluthochdruck bleibt ein kontroverses Thema. Die Studienlage ist widersprüchlich: Während CBD möglicherweise entspannende Effekte auf die Blutgefäße hat, kann THC den Blutdruck kurzfristig erhöhen und das Herz belasten. Besonders das Rauchen von Cannabis birgt Risiken für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bewährte Methoden wie Lebensstiländerungen und medikamentöse Behandlung von Bluthochdruck sind oft sicherer und wissenschaftlich besser belegt. Für Patienten, die eine Cannabis-Therapie in Betracht ziehen, ist ärztliche Begleitung unerlässlich.

Eine erfolgreiche Blutdrucktherapie basiert auf verlässlichen Daten. Genau hier setzt das Hilo Band an: Es misst deinen Blutdruck kontinuierlich am Handgelenk – 24 Stunden am Tag, CE-zertifiziert (Klasse IIa), ISO81060-2-konform und mühelos im Alltag integrierbar. Die mitgelieferte Hilo Cuff sorgt durch die monatliche Kalibrierung dafür, dass die Messgenauigkeit dauerhaft auf klinischem Niveau bleibt. Die App-basierte Auswertung deiner Blutdruckdaten liefert dir und deinen Ärzt:innen den vollständigen Blutdruckverlauf – nicht nur einzelne Momentaufnahmen. Ob du bewährte Methoden nutzt oder neue Wege erforschst – mit Hilo hast du das beste Werkzeug zur Überwachung deines Blutdrucks. Du gewinnst die Gewissheit, die Bedeutung jeder Veränderung zu verstehen und deine Gesundheit aktiv zu gestalten.

Behalte deinen Blutdruck rund um die Uhr im Blick

Mit dem Hilo Band misst du deinen Blutdruck kontinuierlich am Handgelenk – CE-zertifiziert, medizinisch validiert und mühelos im Alltag. Erkenne Muster, triff fundierte Entscheidungen und gewinne die Gewissheit, das Beste für deine Gesundheit zu tun.

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FAQ

Hilft Cannabis gegen Bluthochdruck?

Cannabis gegen Bluthochdruck ist kein wissenschaftlich belegter Therapieansatz. Während CBD in kleineren Studien blutdrucksenkende Effekte zeigte, kann THC den Blutdruck kurzfristig erhöhen. Wer Cannabis bei Bluthochdruck in Betracht zieht, sollte dies ausschließlich in ärztlicher Begleitung tun.

Was ist der Unterschied zwischen THC und CBD bei Bluthochdruck?

THC ist der psychoaktive Wirkstoff in Cannabis und kann den Blutdruck kurzfristig erhöhen sowie die Herzfrequenz beschleunigen. CBD hingegen wirkt nicht berauschend und zeigt in ersten Studien gefäßentspannende Effekte – ist aber ebenfalls keine nachgewiesene Therapie für Hypertonie.

Ist Cannabis bei Bluthochdruck gefährlich?

Das hängt vom Wirkstoff ab. CBD kann in Studien blutdrucksenkende Effekte zeigen, während THC den Blutdruck kurzfristig erhöht und die Herzfrequenz beschleunigt. Die Wirkung variiert je nach Dosierung, Konsumform und individueller Veranlagung – pauschale Aussagen sind daher nicht möglich.

Wie kann ich meinen Blutdruck zuverlässig überwachen?

Das Hilo Band misst deinen Blutdruck kontinuierlich am Handgelenk – rund um die Uhr, CE-zertifiziert und medizinisch validiert. So erkennst du Muster und Veränderungen frühzeitig, was die Grundlage für fundierte Therapieentscheidungen bildet. Besprich die Ergebnisse stets mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.


Quellen

Cheung, C.P. et al. (2024). Acute Effects of Cannabis Inhalation on Arterial Stiffness, Vascular Endothelial Function, and Cardiac Function. Journal of the American Heart Association. https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/JAHA.124.037731. Abgerufen am Dezember 2024.

Jeffers, A.M. et al. (2024). Association of Cannabis Use With Cardiovascular Outcomes Among US Adults. Journal of the American Heart Association. https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/JAHA.123.030178. Abgerufen am Dezember 2024.

Abuhasira, R. et al. (2021). Cannabis is associated with blood pressure reduction in older adults – A 24-hours ambulatory blood pressure monitoring study. European Journal of Internal Medicine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33483174/. Abgerufen am Dezember 2024.

Jadoon, K.A. et al. (2017). A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in healthy volunteers in a randomized crossover study. JCI Insight, 2(12). https://insight.jci.org/articles/view/93760. Abgerufen am Dezember 2024.

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Piotr Kudela

Über den Autor

Piotr Kudela

Redakteur für Gesundheitsinhalte, Hilo by Aktiia

Piotr Kudela ist Redakteur für Gesundheitsinhalte bei Hilo by Aktiia. Seit seinem Eintritt bei Aktiia im Juli 2022 arbeitet er an Gesundheitsinhalten mit Schwerpunkt auf Blutdruckmessung, Herz-Kreislauf-Gesundheit und Patienteninformation. Er arbeitet mit medizinischen Prüfern, Produktspezialisten und internen Fachexperten zusammen, um Artikel klar, verständlich und für Leser nützlich zu machen.
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