Wie genau beeinflusst Yoga Bluthochdruck – und welche Übungen solltest du dabei lieber meiden? Während viele Yoga-Übungen als sanft und gesundheitsfördernd gelten, ist bei Bluthochdruck längst nicht jede Praxis geeignet. In diesem Artikel erfährst du, welche Yoga-Methoden nachweislich zur Blutdrucksenkung beitragen können und welche Übungen du unbedingt meiden solltest. Außerdem zeigen wir dir, wie du Yoga sinnvoll in deine persönliche Blutdruck-Strategie integrierst – idealerweise mit verlässlichem Monitoring durch das Hilo Band.
Das Thema kurz und kompakt
- Yoga kann helfen – aber nicht jede Übung: Bestimmte sanfte Haltungen und bewusste Yoga-Atmung können den systolischen Blutdruck messbar reduzieren. Wichtig ist die richtige Auswahl der Übungen, denn anstrengende Positionen oder die sogenannten Umkehrhaltungen sind bei Bluthochdruck kontraproduktiv.
- Individuelle Behandlungspläne sind unverzichtbar: Yoga ersetzt keine ärztliche Behandlung. Sprich neue Bewegungsformen immer mit deinem Arzt oder deiner Ärztin ab und lass dir einen maßgeschneiderten Plan erstellen, der Ernährung, Bewegung, Lebensstil und, falls nötig, Medikamente kombiniert.
- Wissenschaft bestätigt positive Effekte: Eine deutsche Studie der Universität Duisburg-Essen zeigte 2018, dass Yoga-Atemübungen den systolischen 24-Stunden-Blutdruck unmittelbar senken können. Die Kombination aus Atem- und Körperübungen scheint langfristig am wirksamsten.
- Kontinuierliches Monitoring macht den Unterschied: Mit dem Hilo Band behältst du deine Blutdruckwerte rund um die Uhr im Blick – bis zu 25 automatische Messungen täglich zeigen dir, wie dein Körper auf Yoga reagiert und welche Übungen tatsächlich zur Senkung beitragen.
Kann Yoga gegen Bluthochdruck helfen?
Bestimmte Yoga-Übungen können den systolischen Blutdruck tatsächlich reduzieren. Sanftes Atmen und regelmäßige Meditation beruhigen Körper und Geist – diese Entspannungsreaktion trägt zur Blutdruckregulierung bei. Entscheidend ist jedoch, dass nicht jede Yoga-Praxis gleich wirkt und dass die richtige Methode individuell angepasst werden muss.

Warum individuell angepasste Pläne so wichtig sind
Yoga allein reicht bei Bluthochdruck nicht aus. Neue Sport- und Trainingsarten solltest du immer erst nach Absprache mit deinem Arzt oder deiner Ärztin ausprobieren – nicht jede Yogapraxis ist für alle Patient:innen gleich gut geeignet. Ein maßgeschneiderter Behandlungsplan muss die richtige Mischung aus gesunder Ernährung, angemessener Bewegung, positiven Lebensstilveränderungen und individuell abgestimmten Medikamenten enthalten.
Die Ursachen für Bluthochdruck sind vielfältig – von genetischer Veranlagung über Übergewicht bis hin zu chronischem Stress. Deshalb funktioniert keine Einheitslösung für alle. Was bei einer Person zur Senkung führt, kann bei einer anderen wirkungslos bleiben oder sogar schaden.
Effekte auf den systolischen Blutdruck bei arterieller Hypertonie
Eine im Jahr 2018 veröffentlichte deutsche Studie der Universität Duisburg-Essen zeigte bemerkenswerte Ergebnisse: Yoga ohne Haltungen – also nur Atem- und Meditationstechniken – wirkte sich bei arterieller Hypertonie unmittelbar auf den systolischen, aber nicht auf den diastolischen 24-Stunden-Blutdruck positiv aus. Die Forscher begleiteten 75 Patient:innenen über 12 Wochen und teilten sie in drei Gruppen ein: Eine übte Yoga mit Körperhaltungen, Atemtechniken und Meditation, eine zweite praktizierte nur Atem- und Meditationstechniken, die dritte Gruppe übte kein Yoga.
Haltungen allein zeigten diesen sofortigen Effekt nicht. Interessant war jedoch, dass sich langfristig ein anderes Bild ergab: Bei einer Folgemessung nach 28 Wochen war der systolische Blutdruck der Teilnehmenden, die Yoga-Haltungsübungen durchführten, am niedrigsten – vermutlich weil viele diese Übungen nach Studienende weiterführten.
Vorsicht: Diese Yoga-Übungen solltest du bei Bluthochdruck meiden
Bestimmte Yoga-Übungen sind bei hohem Blutdruck nicht zu empfehlen. Bei Hypertonie solltest du zum Beispiel nicht zu lange in bestimmten Yoga-Stellungen verharren, da diese viel Kraft kosten und so den Blutdruck steigern können.
Folgende Übungen solltest du unbedingt meiden:
- Komplette Umkehrhaltungen, bei denen sich dein Kopf unter dem Herzen befindet. Dazu zählen zum Beispiel Kopf-, Hand- und Schulterstand, aber auch „der herabschauende Hund“ und die Fischhaltung. In diesen Positionen muss dein Herz gegen die Schwerkraft arbeiten, was den Druck in den Blutgefäßen zusätzlich erhöht.
- Anstrengendere Yoga-Arten wie Power-Yoga oder Jivamukti-Yoga führen zu einer Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Diese dynamischen Stile verlangen deinem Körper ähnlich viel ab wie intensives Sporttraining – und können deinen Blutdruck in die Höhe treiben, statt ihn zu senken.
- Alle Übungen, bei denen du den Atem anhalten musst. Diese Technik, auch als Kumbhaka bekannt, erhöht den Druck im Brustkorb und kann zu gefährlichen Blutdruckspitzen führen.
Normalerweise sind Abläufe, bei denen du dich langsam und ruhig bewegst, bei Bluthochdruck besser geeignet. Dazu zählen beispielsweise Flow-Übungen im Hatha-Yoga. Hier konzentrierst du dich auch auf ruhige, tiefe Yoga-Atmung. Nach diesen Bewegungsabläufen kann es zu besser reguliertem Blutdruck und verlangsamtem Ruhepuls kommen.
Die besten Yoga-Übungen gegen Bluthochdruck
Bestimmte Positionen können zur Blutdrucksenkung und Verminderung von Stress und Verspannungen beitragen, was sich auch positiv auf dein Herz auswirken kann.
Wichtig: Nicht jede Pose passt zu jeder Situation – etwa bei Schwangerschaft oder bestehenden Rückenbeschwerden. Lass dich im Zweifel professionell beraten, bevor du startest.
Hier eine Auswahl, die du idealerweise erst unter Aufsicht ausprobieren solltest. Eine Yogamatte sorgt dabei für den nötigen Komfort und Halt während der Übungen.
Entspannende Yogahaltungen
Die folgenden sanften Figuren eignen sich besonders gut, um Blutdruck zu senken und Entspannung zu fördern. Du kannst ihre Wirkung dokumentieren, indem du vor und nach den Übungen mit einem Gerät wie dem Hilo Band deine Werte im Blick behältst.
Katze-Kuh-Übung („Marjariasana-Bitilasana“)
Hier befindest du dich im Vierfüßlerstand und nimmst abwechselnd zwei einfache Haltungen ein: Rundrücken („Katze“) und Hohlrücken („Kuh“). Diese sanfte Übung löst Verspannungen und beruhigt.
Tipp: Beim Kuh-Teil nicht nach vorne, sondern nach unten blicken, um auch deinen Nacken zu entlasten.
Kindhaltung („Balasana“)
Dies ist eine einfache, aber effektive Haltung, die vor allem für den Rücken und Nacken entspannend wirkt. Dabei sitzt du auf deinen Fersen und beugst deinen Oberkörper nach vorn, bis deine Stirn auf dem Boden liegt und dein Brustkorb und Bauch auf den Oberschenkeln. In dieser Haltung atmest du tief und sanft durch. Die Position ähnelt der eines Kleinkindes im Schlaf, daher der Name.
Sitzende Vorwärtsbeuge („Paschimottanasana“)
Diese Haltung dehnt die Beinmuskulatur und streckt den Rücken. Hier beugst du dich aus einer am Boden sitzenden Position mit lang ausgestreckten Beinen vorsichtig vor und atmest dabei sanft und tief ein und aus.
Zum Schluss: die Endentspannungspose („Shavasana“)
In dieser sehr einfachen, auf dem Rücken liegenden Haltung können sich Körper und Geist komplett entspannen. Alle Yogastunden enden mit dieser Pose.
Atemübungen
Auch behutsames Atem-Training wie die Wechselatmung kann sich positiv auf Körper und Geist auswirken. Wie in den obigen Yogahaltungen ist es hier aber wichtig, immer auf deinen Körper zu hören und dir nichts aufzuzwingen. Falls trotz sanftem Yoga hoher Blutdruck oder ein anderes Gesundheitsproblem auftritt (z. B. Schwindel, Übelkeit, Unwohlsein), geh kein Risiko ein. Brich sofort ab und lass dich ärztlich beraten.
Yoga als Teil deiner Blutdruck-Strategie – mit Hilo deine Werte im Blick
Yoga kann eine wertvolle Ergänzung zu deiner Blutdruck-Behandlung sein – aber nur, wenn du die Effekte auch wirklich nachvollziehen kannst. Genau hier setzt das Hilo Band an: Während traditionelle Blutdruckmessgerät nur Momentaufnahmen liefern, misst das Hilo Band deinen Blutdruck kontinuierlich im Alltag – täglich, vollautomatisch und ohne dass du etwas tun musst.
Das Besondere am Hilo Band:
- Medizinisch zugelassen: CE-gekennzeichnet nach MDR 2017/745 für verlässliche Messungen
- Klinisch validiert: Optische Blutdruckmessung durch Pulswellenanalyse – keine Schätzwerte wie bei Fitness-Trackern
- Tragekomfort: Leicht und wasserdicht, trägst du wie eine normale Uhr
- Langlebig: Bis zu 15 Tage Akkulaufzeit
Für Menschen, die Yoga gegen Bluthochdruck einsetzen möchten, bedeutet das: keine Vermutungen mehr, sondern konkrete Daten. Du siehst auf einen Blick, ob deine Yoga-Praxis tatsächlich zur Blutdrucksenkung beiträgt – oder ob du deine Methode anpassen solltest.
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Welche Übungen senken den Blutdruck am besten?
Sanfte Yoga-Übungen wie die Katze-Kuh-Übung, Kindhaltung und sitzende Vorwärtsbeuge eignen sich besonders gut zur Blutdrucksenkung. Noch wirksamer sind Atemübungen wie die Wechselatmung – die Duisburg-Essener Studie zeigte, dass reine Atem- und Meditationstechniken den systolischen 24-Stunden-Blutdruck unmittelbar senken können. Wichtig ist, dass du dich langsam und ruhig bewegst und auf anstrengende Positionen verzichtest.
Welche Yoga-Art eignet sich am besten bei Bluthochdruck?
Bei Bluthochdruck sind ruhige Yoga-Arten wie Hatha-Yoga oder Yin-Yoga ideal. Diese Stile setzen auf langsame, fließende Bewegungen und bewusste Yoga-Atmung, die deinen Körper entspannen. Meide hingegen anstrengende Varianten wie Power-Yoga oder Jivamukti-Yoga – diese belasten dein Herz-Kreislauf-System ähnlich stark wie intensives Sporttraining und können den Blutdruck erhöhen statt senken.
Warum kein Hormon-Yoga bei Bluthochdruck?
Hormon-Yoga beinhaltet oft dynamische, anstrengende Übungen und schnelle Atemtechniken, die den Blutdruck in die Höhe treiben können. Bei Bluthochdruck solltest du Yoga-Formen wählen, die den Körper beruhigen statt zu aktivieren. Sprich vor Beginn jeder neuen Yoga-Praxis mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, um sicherzugehen, dass die gewählte Methode für dich geeignet ist.
Wie kann ich meinen Blutdruck in 3 Minuten senken?
Eine schnelle Blutdrucksenkung erreichst du durch tiefe Atemübungen: Atme langsam durch die Nase ein (ca. 4 Sekunden), halte kurz den Atem an (2 Sekunden) und atme dann langsam durch den Mund aus (6 Sekunden). Wiederhole dies mehrere Male. Diese bewusste Yoga-Atmung aktiviert deinen Parasympathikus und kann akut beruhigend wirken. Für langfristige Erfolge brauchst du jedoch regelmäßige Praxis – und ein Gerät wie dasHilo Band hilft dir, die Wirkung zu dokumentieren.
Welche Yoga-Übungen sollte man bei Bluthochdruck vermeiden?
Meide unbedingt alle Umkehrhaltungen (Kopfstand, Schulterstand, herabschauender Hund), bei denen dein Kopf unter dem Herzen liegt. Auch Übungen, bei denen du den Atem anhalten musst, sind tabu – sie erhöhen den Druck im Brustkorb gefährlich. Vermeide zudem kraftintensive Positionen, die du lange halten musst, da sie den Blutdruck steigern statt senken. Lass dich vor Beginn professionell beraten, welche Übungen für dich sicher sind.
Wichtig: Sprechen Sie vor neuen Fitnessprogrammen immer erst mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Dieser Artikel kann weder eine ärztliche Fachberatung noch Blutdruckmessungen ersetzen. Er enthält allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für eventuelle Druckfehler oder Unvollständigkeiten übernehmen wir keine Haftung.
Quellen
Yoga bei arterieller Hypertonie – Eine dreiarmige randomisierte Studie. Cramer H et al., Deutsches Ärzteblatt – https://www.aerzteblatt.de/archiv/203813/Yoga-bei-arterieller-Hypertonie (letzter Zugriff Dezember 2024)
Yoga kann sich positiv auf den Bluthochdruck auswirken. Deutsches Ärzteblatt – https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/99755/Yoga-kann-sich-positiv-auf-den-Bluthochdruck-auswirken (letzter Zugriff Dezember 2024)
Yoga senkt den Blutdruck. Apotheken.de – https://www.apotheken.de/news/12611-yoga-senkt-den-blutdruck (letzter Zugriff Dezember 2024)
Yoga-Übungen gegen Bluthochdruck. Migros iMpuls – https://impuls.migros.ch/de/entspannung/yoga/yogauebungen/yoga-gegen-bluthochdruck (letzter Zugriff Dezember 2024)
Yoga senkt Bluthochdruck. PraktischArzt – https://www.praktischarzt.de/magazin/yoga-senkt-bluthochdruck/ (letzter Zugriff Dezember 2024)
Bluthochdruck und Yoga: Diese Übungen sind gefährlich. T-Online – https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_86121150/bluthochdruck-und-yoga-diese-uebungen-sind-gefaehrlich.html (letzter Zugriff Dezember 2024)


