Normale Blutdruckwerte je nach Alter

Zuletzt überprüft:
13 Juni 2023,
Medizinisch überprüft von:

Blutdruck nach Alter – Normalwerte und Tabellen

Allein in der Schweiz weisen Schätzungen zufolge etwa 1,5 Millionen Erwachsene erhöhte Blutdruckwerte auf. Das Problem daran: Auch wenn noch keine Erkrankung hinter den Werten steckt, Bluthochdruck erhöht das Risiko für eine Reihe ernsthafter Krankheiten deutlich. Eine Befragung des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2014 zeigt deutlich, dass sich Schweizer und Schweizerinnen mit zunehmendem Alter auch zunehmend wegen Bluthochdruck behandeln lassen.

Denn zum einen belastet er das Herz-Kreislauf-System, was zu allem von Herzinsuffizienz über Herzinfarkte bis zu Schlaganfällen führen kann. Allein deshalb steckt Bluthochdruck hinter den weltweit häufigsten Todesursachen: den Herz-Kreislauf-Krankheiten. Doch auch andere Organe leiden unter der sogenannten Hypertonie, zum Beispiel Nieren und Augen.

Deshalb gehören Blutdruckmessungen zum absoluten Standardprogramm beim Arztbesuch. Doch ab wann gelten Blutdruckwerte überhaupt als überhöht oder kritisch? Welcher Blutdruck ist normal in welchem Alter und spielt das Geschlecht eine Rolle? Diese Fragen wollen wir in diesem Ratgeber beantworten.

Welcher Blutdruck ist in welchem Alter normal?

Zwei Zahlen drücken aus, ob der Blutdruck im Normbereich liegt oder nicht: Der «hohe» systolische Wert und der «niedrige» diastolische. Der systolische Wert misst den Druck, wenn das Herz sich zusammenzieht und das Blut so in die Arterien pumpt. Weil der Druck auf die Gefässe in der Entspannungsphase zwischen zwei Herzschlägen niedriger ist, sind es auch die Werte des diastolischen Blutdrucks.

Aber welche Zahlenkombination willst du hören, sobald ein Piepton das Ende der Blutdruckmessung markiert und die Manschette an deinem linken Arm die Luft wieder ablässt? Wenn du zwischen 20 und 50 Jahre alt bist: «120 zu 80!»

Doch dieser Wert entspricht eben nur bei Erwachsenen der Norm. Kinder und Jugendliche haben einen niedrigeren Blutdruck. Dabei gilt folgende Faustregel: Je jünger und kleiner, desto niedriger der Blutdruck. Bei gleichem Alter, aber unterschiedlicher Körpergröße unterscheiden sich die Werte also.

Bei Menschen über 50 wiederum liegt insbesondere der obere Blutdruckwert häufig jenseits der 120 mmHg. Denn mit zunehmendem Alter verlieren die Blutgefässe an Elastizität. Die sinkende Dehnfähigkeit lässt den Blutdruck steigen. So lange keine anderen Krankheiten oder Risikofaktoren vorliegen, darf der sogenannte systolische Wert auch bis zu 150 mmHg erreichen. Mehr sollte es allerdings nicht sein.

Blutdruck-Tabelle nach Alter

Diese Tabelle zeigt die Normalwerte für den Blutdruck nach Alter. Allerdings unterscheiden sich die Angaben bei Kindern je nach Quelle etwas. Außerdem driften die Werte für Jungen und Mädchen mit Beginn der Pubertät auseinander.

Wir haben für diese Übersicht also etwas zusammengefasst und gerundet:

AlterBlutdruck in mmHg
Neugeboren60/40
Bis 12 Monate85/60
1-3 Jahre95/60
4-6 Jahre107/68
7-10 Jahre110/70
8-12 Jahre115/75
13-20 Jahre125/78n
20-50 Jahre120/80
Ab 50 Jahren150/90
Kenne deine Werte und erkenne Trends: Hilo misst deinen Blutdruck automatisch, dauerhaft, mehrmals täglich, rund um die Uhr. 

Regelmässige Blutdruckmessungen sind ab etwa 50 Jahren also unbedingt empfehlenswert. Besonders bequem und aufschlussreich sind automatische Messungen am Handgelenk, wie sie mit Hilo möglich sind. Wer sich nicht mit einer Momentaufnahme begnügen will, bekommt mit Hilo außerdem Messwerte in ihrem zeitlichen Kontext und über einen längeren Zeitraum. 

Denn zum einen ist es völlig normal, dass der Blutdruck bei Anstrengung ansteigt und bei Ruhe wieder sinkt oder abhängig von der Tageszeit schwankt. Morgens erreicht der Blutdruck in der Regel einen ersten Gipfel, mittags fallen die Werte wieder ab. Spätnachmittags steigen sie auf einen zweiten Gipfel und mit der Ruhe der Nachtstunden sinken sie wieder. 

Zum anderen können bestimmte Situationen und sogar Blutdruckmessungen beim Arzt die Ergebnisse verfälschen. Der sogenannte «Weisskittel-Effekt» tritt beispielsweise dann auf, wenn deine Werte vor lauter Angst vor der Messung in die Höhe schießen. Mit automatischen Messungen am Handgelenk bekommst du nicht nur 

Lerne mehr über den Blutdruck und die Faktoren, die seine Werte beeinflussen. Abonniere noch heute unseren Newsletter und erfahre mehr über deine Herzgesundheit.

 

Blutdruck: Grenzwerte nach Alter

Was aber passiert, wenn der Blutdruck nicht im Idealbereich liegt? Nicht alle Werte über der magischen «120 zu 80» gelten direkt als Bluthochdruck (Hypertonie). Dieser beginnt erst bei Werten ab 140/90.

Im Zwischenbereich sprechen Mediziner und Medizinerinnen vom optimalen, normalen und hochnormalen Blutdruck:

SystolischDiastolisch
Optimaler Blutdruck< 120< 80
Normal Blutdruck120-12980-84
Hochnormaler Blutdruck130-13985-89

Dieses System setzt sich auch fort, wenn eine Hypertonie nicht mehr von der Hand zu weisen ist.

Zu hoher Blutdruck im Alter

Ob in jungen Jahren oder erst im Alter, ob mild oder schwer – Bluthochdruck gehört idealerweise frühzeitig erkannt und behandelt. Mediziner und Medizinerinnen teilen auch die Werte über 140/90 in drei Kategorien ein:

  1. Hypertonie Grad 1: 140-159/90-99 – milder Bluthochdruck
  2. Hypertonie Grad 2: 160-179/100-109 – mittelschwerer Bluthochdruck
  3. Hypertonie Grad 3: > 180/>110 – schwerer Bluthochdruck

Wenn du bereits an Bluthochdruck leidest, solltest du deine Werte regelmässig messen. Mit automatischen Messgeräten wie Hilo erhältst du besonders viele und detaillierte Ergebnisse, die deinen Arzt oder deine Ärztin bei der Diagnose unterstützen.

Bluthochdruck – Arten und Symptome

Wie bereits erwähnt – Bluthochdruck zählt zu den häufigsten Volkskrankheiten und entwickelt sich meist unbemerkt. Er kann unterschiedliche Ursachen haben und bleibt oft lange symptomlos – mit potenziell schweren Folgen für Herz, Gehirn oder Nieren. Nicht nur die Werte an sich, auch ein Überblick über die Formen und typische Beschwerden hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen.

Primäre Hypertonie

Die primäre oder essentielle Hypertonie ist die häufigste Form und entwickelt sich ohne erkennbare Grunderkrankung. Verschiedene Risikofaktoren begünstigen sie:

  • Genetische Veranlagung: Ist Bluthochdruck in der Familie verbreitet, steigt das persönliche Risiko deutlich.
  • Lebensstil: Bewegungsmangel, Übergewicht und eine salzreiche Ernährung wirken sich negativ auf den Blutdruck aus.
  • Stress und Stimulanzien: Dauerstress, Alkohol und Rauchen beeinflussen das Herz-Kreislauf-System und fördern einen erhöhten Blutdruck.

Sekundäre Hypertonie

Im Gegensatz zur primären Form hat die sekundäre Hypertonie eine erkennbare Ursache. Sie tritt seltener auf, sollte aber gezielt abgeklärt werden, z. B. bei:

  • Medikamenten und Substanzen: Blutdruckanstieg durch Nasensprays, Schmerzmittel oder sogar durch übermässigen Lakritz-Konsum
  • Hormonelle Ursachen: Z. B. bei Nebennierenerkrankungen oder durch bestimmte Hormonpräparate wie die Anti-Baby-Pille
  • Körperliche Erkrankungen: Etwa der Nieren, Blutgefässe oder bei Schlafapnoe, also bei nächtlichen Atemaussetzern. Auch während einer Schwangerschaft kann es zur Blutdruckerhöhung kommen.

Symptome bei Bluthochdruck

Hypertonie verursacht anfangs meist keine Beschwerden. Viele Betroffene erfahren erst spät, dass ihre Werte erhöht sind – oftmals durch Zufallsbefunde bei Routineuntersuchungen.

Mögliche Anzeichen sind aber:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel oder Ohrensausen
  • Nasenbluten

Bestehen bereits Folgeschäden an Organen, können Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Sehstörungen oder Taubheitsgefühle auftreten.

Achtung bei sehr hohen Werten: Symptome wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Bewusstseinsveränderungen können auf einen hypertensiven Notfall hindeuten – hier ist sofortige medizinische Hilfe über den Notruf 144 erforderlich.

Normaler Blutdruck bei Frauen und normaler Blutdruck bei Männern

Im Vergleich zwischen den Geschlechtern macht erst die Pubertät einen deutlich messbaren Unterschied: Die Blutdruckwerte von weiblichen Jugendlichen liegen im Schnitt unter dem ihrer männlichen Altersgenossen. Im Erwachsenenalter schließt sich diese Lücke mit den Jahren und ab 50 Jahren sind die Unterschiede marginal.

Durchschnittlicher Blutdruck abhängig von Alter und Geschlecht:

AlterFrauen Männer
20-29 Jahre119/75129/78
30-39 Jahre122/78130/84
40-49 Jahre130/82135/88
50-59 Jahre143/86143/89
60-69 Jahre153/86150/88
70-79 Jahre155/83153/83
Besonders ab den mittleren Lebensjahren liefern dir die automatischen Blutdruckmessungen von Hilo wertvolle Daten und Erkenntnisse für deine kardiovaskuläre Gesundheit.

Ob Mann oder Frau – bis zu einem Alter von mindestens 60 Jahren sollte der Blutdruck nicht über einem Wert von 140/90 liegen. Das Problem dabei: Wer sich von einem normalen Blutdruck in den Bereich des Bluthochdrucks bewegt, merkt das meistens nicht. Denn Bluthochdruck verläuft zunächst symptomfrei. Deshalb ist der erste wichtige Schritt, den Blutdruck zu messen – sei es beim Arzt oder zu Hause.

Du willst wissen, ob du für dein Alter und Geschlecht durchschnittliche Blutdruckwerte hast? Mit den regelmässigen Messungen mit Hilo erhältst du präzise Ergebnisse über einen längeren Zeitraum und kannst dadurch auch langfristige Blutdruckmuster erkennen. 

Wenn sich dabei herausstellt, dass die Werte steigen, stecken meistens ungesunde Gewohnheiten dahinter. Dementsprechend lässt sich mit einem gesunden Lebensstil viel erreichen, bevor Blutdruckmedikamente zum Einsatz kommen. Oft normalisieren ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung den hohen Blutdruck wieder.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Text ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Blutdruckwerte bedenklich sind oder nicht, konsultiere einen qualifizierten Arzt oder eine qualifizierte Ärztin.


Quellen:

Hypertension, 2021 – https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hypertension

Blutdruck. Schweizer Herzstiftung – https://www.usz.ch/blutdruck/ (Letzter Aufruf im September 2025)

Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen, 2022 – https://www.blutdruckdaten.de/lexikon/blutdruck-kinder.html

Blutdruckwerte nach Alter & Geschlecht (Tabelle), 2022 – https://www.praktischarzt.de/untersuchungen/blutdruck-messen/blutdruckwerte/

Ärztliche Behandlung: Hoher Blutdruck nach Alter, Geschlecht, Sprachgebiet, Bildungsniveau. Bundesamt für Statistik – https://www.bfs.admin.ch/asset/de/250234 (Letzter Aufruf im September 2025)

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Blutdruck nach Alter – Normalwerte und Tabellen

Allein in der Schweiz weisen Schätzungen zufolge etwa 1,5 Millionen Erwachsene erhöhte Blutdruckwerte auf. Das Problem daran: Auch wenn noch keine Erkrankung hinter den Werten steckt, Bluthochdruck erhöht das Risiko für eine Reihe ernsthafter Krankheiten deutlich. Eine Befragung des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2014 zeigt deutlich, dass sich Schweizer und Schweizerinnen mit zunehmendem Alter auch zunehmend wegen Bluthochdruck behandeln lassen.

Denn zum einen belastet er das Herz-Kreislauf-System, was zu allem von Herzinsuffizienz über Herzinfarkte bis zu Schlaganfällen führen kann. Allein deshalb steckt Bluthochdruck hinter den weltweit häufigsten Todesursachen: den Herz-Kreislauf-Krankheiten. Doch auch andere Organe leiden unter der sogenannten Hypertonie, zum Beispiel Nieren und Augen.

Deshalb gehören Blutdruckmessungen zum absoluten Standardprogramm beim Arztbesuch. Doch ab wann gelten Blutdruckwerte überhaupt als überhöht oder kritisch? Welcher Blutdruck ist normal in welchem Alter und spielt das Geschlecht eine Rolle? Diese Fragen wollen wir in diesem Ratgeber beantworten.

Welcher Blutdruck ist in welchem Alter normal?

Zwei Zahlen drücken aus, ob der Blutdruck im Normbereich liegt oder nicht: Der «hohe» systolische Wert und der «niedrige» diastolische. Der systolische Wert misst den Druck, wenn das Herz sich zusammenzieht und das Blut so in die Arterien pumpt. Weil der Druck auf die Gefässe in der Entspannungsphase zwischen zwei Herzschlägen niedriger ist, sind es auch die Werte des diastolischen Blutdrucks.

Aber welche Zahlenkombination willst du hören, sobald ein Piepton das Ende der Blutdruckmessung markiert und die Manschette an deinem linken Arm die Luft wieder ablässt? Wenn du zwischen 20 und 50 Jahre alt bist: «120 zu 80!»

Doch dieser Wert entspricht eben nur bei Erwachsenen der Norm. Kinder und Jugendliche haben einen niedrigeren Blutdruck. Dabei gilt folgende Faustregel: Je jünger und kleiner, desto niedriger der Blutdruck. Bei gleichem Alter, aber unterschiedlicher Körpergröße unterscheiden sich die Werte also.

Bei Menschen über 50 wiederum liegt insbesondere der obere Blutdruckwert häufig jenseits der 120 mmHg. Denn mit zunehmendem Alter verlieren die Blutgefässe an Elastizität. Die sinkende Dehnfähigkeit lässt den Blutdruck steigen. So lange keine anderen Krankheiten oder Risikofaktoren vorliegen, darf der sogenannte systolische Wert auch bis zu 150 mmHg erreichen. Mehr sollte es allerdings nicht sein.

Blutdruck-Tabelle nach Alter

Diese Tabelle zeigt die Normalwerte für den Blutdruck nach Alter. Allerdings unterscheiden sich die Angaben bei Kindern je nach Quelle etwas. Außerdem driften die Werte für Jungen und Mädchen mit Beginn der Pubertät auseinander.

Wir haben für diese Übersicht also etwas zusammengefasst und gerundet:

AlterBlutdruck in mmHg
Neugeboren60/40
Bis 12 Monate85/60
1-3 Jahre95/60
4-6 Jahre107/68
7-10 Jahre110/70
8-12 Jahre115/75
13-20 Jahre125/78n
20-50 Jahre120/80
Ab 50 Jahren150/90
Kenne deine Werte und erkenne Trends: Hilo misst deinen Blutdruck automatisch, dauerhaft, mehrmals täglich, rund um die Uhr. 

Regelmässige Blutdruckmessungen sind ab etwa 50 Jahren also unbedingt empfehlenswert. Besonders bequem und aufschlussreich sind automatische Messungen am Handgelenk, wie sie mit Hilo möglich sind. Wer sich nicht mit einer Momentaufnahme begnügen will, bekommt mit Hilo außerdem Messwerte in ihrem zeitlichen Kontext und über einen längeren Zeitraum. 

Denn zum einen ist es völlig normal, dass der Blutdruck bei Anstrengung ansteigt und bei Ruhe wieder sinkt oder abhängig von der Tageszeit schwankt. Morgens erreicht der Blutdruck in der Regel einen ersten Gipfel, mittags fallen die Werte wieder ab. Spätnachmittags steigen sie auf einen zweiten Gipfel und mit der Ruhe der Nachtstunden sinken sie wieder. 

Zum anderen können bestimmte Situationen und sogar Blutdruckmessungen beim Arzt die Ergebnisse verfälschen. Der sogenannte «Weisskittel-Effekt» tritt beispielsweise dann auf, wenn deine Werte vor lauter Angst vor der Messung in die Höhe schießen. Mit automatischen Messungen am Handgelenk bekommst du nicht nur 

Lerne mehr über den Blutdruck und die Faktoren, die seine Werte beeinflussen. Abonniere noch heute unseren Newsletter und erfahre mehr über deine Herzgesundheit.

 

Blutdruck: Grenzwerte nach Alter

Was aber passiert, wenn der Blutdruck nicht im Idealbereich liegt? Nicht alle Werte über der magischen «120 zu 80» gelten direkt als Bluthochdruck (Hypertonie). Dieser beginnt erst bei Werten ab 140/90.

Im Zwischenbereich sprechen Mediziner und Medizinerinnen vom optimalen, normalen und hochnormalen Blutdruck:

SystolischDiastolisch
Optimaler Blutdruck< 120< 80
Normal Blutdruck120-12980-84
Hochnormaler Blutdruck130-13985-89

Dieses System setzt sich auch fort, wenn eine Hypertonie nicht mehr von der Hand zu weisen ist.

Zu hoher Blutdruck im Alter

Ob in jungen Jahren oder erst im Alter, ob mild oder schwer – Bluthochdruck gehört idealerweise frühzeitig erkannt und behandelt. Mediziner und Medizinerinnen teilen auch die Werte über 140/90 in drei Kategorien ein:

  1. Hypertonie Grad 1: 140-159/90-99 – milder Bluthochdruck
  2. Hypertonie Grad 2: 160-179/100-109 – mittelschwerer Bluthochdruck
  3. Hypertonie Grad 3: > 180/>110 – schwerer Bluthochdruck

Wenn du bereits an Bluthochdruck leidest, solltest du deine Werte regelmässig messen. Mit automatischen Messgeräten wie Hilo erhältst du besonders viele und detaillierte Ergebnisse, die deinen Arzt oder deine Ärztin bei der Diagnose unterstützen.

Bluthochdruck – Arten und Symptome

Wie bereits erwähnt – Bluthochdruck zählt zu den häufigsten Volkskrankheiten und entwickelt sich meist unbemerkt. Er kann unterschiedliche Ursachen haben und bleibt oft lange symptomlos – mit potenziell schweren Folgen für Herz, Gehirn oder Nieren. Nicht nur die Werte an sich, auch ein Überblick über die Formen und typische Beschwerden hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen.

Primäre Hypertonie

Die primäre oder essentielle Hypertonie ist die häufigste Form und entwickelt sich ohne erkennbare Grunderkrankung. Verschiedene Risikofaktoren begünstigen sie:

  • Genetische Veranlagung: Ist Bluthochdruck in der Familie verbreitet, steigt das persönliche Risiko deutlich.
  • Lebensstil: Bewegungsmangel, Übergewicht und eine salzreiche Ernährung wirken sich negativ auf den Blutdruck aus.
  • Stress und Stimulanzien: Dauerstress, Alkohol und Rauchen beeinflussen das Herz-Kreislauf-System und fördern einen erhöhten Blutdruck.

Sekundäre Hypertonie

Im Gegensatz zur primären Form hat die sekundäre Hypertonie eine erkennbare Ursache. Sie tritt seltener auf, sollte aber gezielt abgeklärt werden, z. B. bei:

  • Medikamenten und Substanzen: Blutdruckanstieg durch Nasensprays, Schmerzmittel oder sogar durch übermässigen Lakritz-Konsum
  • Hormonelle Ursachen: Z. B. bei Nebennierenerkrankungen oder durch bestimmte Hormonpräparate wie die Anti-Baby-Pille
  • Körperliche Erkrankungen: Etwa der Nieren, Blutgefässe oder bei Schlafapnoe, also bei nächtlichen Atemaussetzern. Auch während einer Schwangerschaft kann es zur Blutdruckerhöhung kommen.

Symptome bei Bluthochdruck

Hypertonie verursacht anfangs meist keine Beschwerden. Viele Betroffene erfahren erst spät, dass ihre Werte erhöht sind – oftmals durch Zufallsbefunde bei Routineuntersuchungen.

Mögliche Anzeichen sind aber:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel oder Ohrensausen
  • Nasenbluten

Bestehen bereits Folgeschäden an Organen, können Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Sehstörungen oder Taubheitsgefühle auftreten.

Achtung bei sehr hohen Werten: Symptome wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Bewusstseinsveränderungen können auf einen hypertensiven Notfall hindeuten – hier ist sofortige medizinische Hilfe über den Notruf 144 erforderlich.

Normaler Blutdruck bei Frauen und normaler Blutdruck bei Männern

Im Vergleich zwischen den Geschlechtern macht erst die Pubertät einen deutlich messbaren Unterschied: Die Blutdruckwerte von weiblichen Jugendlichen liegen im Schnitt unter dem ihrer männlichen Altersgenossen. Im Erwachsenenalter schließt sich diese Lücke mit den Jahren und ab 50 Jahren sind die Unterschiede marginal.

Durchschnittlicher Blutdruck abhängig von Alter und Geschlecht:

AlterFrauen Männer
20-29 Jahre119/75129/78
30-39 Jahre122/78130/84
40-49 Jahre130/82135/88
50-59 Jahre143/86143/89
60-69 Jahre153/86150/88
70-79 Jahre155/83153/83
Besonders ab den mittleren Lebensjahren liefern dir die automatischen Blutdruckmessungen von Hilo wertvolle Daten und Erkenntnisse für deine kardiovaskuläre Gesundheit.

Ob Mann oder Frau – bis zu einem Alter von mindestens 60 Jahren sollte der Blutdruck nicht über einem Wert von 140/90 liegen. Das Problem dabei: Wer sich von einem normalen Blutdruck in den Bereich des Bluthochdrucks bewegt, merkt das meistens nicht. Denn Bluthochdruck verläuft zunächst symptomfrei. Deshalb ist der erste wichtige Schritt, den Blutdruck zu messen – sei es beim Arzt oder zu Hause.

Du willst wissen, ob du für dein Alter und Geschlecht durchschnittliche Blutdruckwerte hast? Mit den regelmässigen Messungen mit Hilo erhältst du präzise Ergebnisse über einen längeren Zeitraum und kannst dadurch auch langfristige Blutdruckmuster erkennen. 

Wenn sich dabei herausstellt, dass die Werte steigen, stecken meistens ungesunde Gewohnheiten dahinter. Dementsprechend lässt sich mit einem gesunden Lebensstil viel erreichen, bevor Blutdruckmedikamente zum Einsatz kommen. Oft normalisieren ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung den hohen Blutdruck wieder.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Text ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Blutdruckwerte bedenklich sind oder nicht, konsultiere einen qualifizierten Arzt oder eine qualifizierte Ärztin.


Quellen:

Hypertension, 2021 – https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hypertension

Blutdruck. Schweizer Herzstiftung – https://www.usz.ch/blutdruck/ (Letzter Aufruf im September 2025)

Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen, 2022 – https://www.blutdruckdaten.de/lexikon/blutdruck-kinder.html

Blutdruckwerte nach Alter & Geschlecht (Tabelle), 2022 – https://www.praktischarzt.de/untersuchungen/blutdruck-messen/blutdruckwerte/

Ärztliche Behandlung: Hoher Blutdruck nach Alter, Geschlecht, Sprachgebiet, Bildungsniveau. Bundesamt für Statistik – https://www.bfs.admin.ch/asset/de/250234 (Letzter Aufruf im September 2025)

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