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Lebensstil & Alltag

Kann Rote-Bete-Saft meinen Blutdruck senken?

Piotr Kudela • 18 Mar 2022 • 5 Min. Lesezeit • Geprüft von Dr Jay Shah
Beetroot juice for high blood pressure

Wie wirkt sich Rote-Bete-Saft auf den Blutdruck aus – und lohnt es sich wirklich, ihn regelmäßig zu trinken? Die Antwort überrascht viele: Rote-Bete-Saft kann den Blutdruck auf natürliche Weise senken, und das ist wissenschaftlich gut belegt. Seit Jahren beschäftigt sich die Forschung mit der Wirkung der roten Knolle auf das Herz-Kreislauf-System – und die Ergebnisse sind beeindruckend. Wer seinen Blutdruck langfristig im Blick behalten möchte, kann dabei das Blutdruck natürlich senken mit dem Hilo Band kombinieren, das rund um die Uhr am Handgelenk misst und so zeigt, ob Lebensstiländerungen wie die Aufnahme von Rote-Bete-Saft tatsächlich etwas bewirken.

Wie wirkt Rote-Bete-Saft gegen hohen Blutdruck?

Rote Bete enthält eine hohe Konzentration an Nitraten. Diese werden im Körper durch den Speichel zu Nitrit umgewandelt. Nitrit wiederum erweitert die Blutgefäße und kann so den Blutdruck senken. Studien belegen, dass Rote-Bete-Saft insbesondere den systolischen, nicht jedoch den diastolischen Blutdruck beeinflussen kann (Ahluwalia et al., 2013. Dietary nitrate and the epidemiology of cardiovascular disease. Journal of Nutrition, 143(4). DOI: 10.3945/jn.112.172635).

Warum ist die Erweiterung der Gefäße so wichtig? Menschen mit Hypertonie haben oft verengte Blutgefäße, was das Herz stärker belastet. Rote-Bete-Saft kann dabei unterstützen, den Druck auf die Gefäße zu reduzieren und damit die Durchblutung zu verbessern. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie sich Bluthochdruck natürlich ohne Medikamente senken lässt, findet dort weitere evidenzbasierte Ansätze.

Dosierung: Wie viel Rote-Bete-Saft pro Tag ist sinnvoll?

Ja, Rote-Bete-Saft kann problemlos täglich konsumiert werden. Bis zu einem halben Liter pro Tag gilt als unbedenklich. Besonders für Menschen mit Hypertonie kann der regelmäßige Konsum eine natürliche Ergänzung zur ärztlichen Behandlung sein.

Tipp: Trink den Saft am besten täglich, um eine langfristige Wirkung zu erzielen. Die optimale Menge liegt bei etwa 150–250 ml pro Tag – das entspricht einem großen Glas. Wer neu einsteigt, kann mit 70–100 ml beginnen und die Menge schrittweise steigern. Für eine messbare Wirkung auf den Blutdruck empfehlen Studien eine regelmäßige Einnahme über mindestens vier Wochen (Webb et al., 2008. Acute blood pressure lowering, vasoprotective, and antiplatelet properties of dietary nitrate via bioconversion to nitrite. Hypertension, 51(3). DOI: 10.1161/HYPERTENSIONAHA.107.103523).

Aber Achtung: Menschen, die zu Nierensteinen neigen, sollten beim Safttrinken vorsichtig sein, da die enthaltene Oxalsäure die Nieren belasten kann. Und keine Panik, wenn sich dein Urin oder Stuhl nach dem Trinken rötlich verfärbt – das ist völlig normal und auf den natürlichen Farbstoff der Roten Bete zurückzuführen.

Wann sollte ich Rote-Bete-Saft am besten trinken – morgens oder abends?

Der beste Zeitpunkt ist morgens auf nüchternen Magen, um die Aufnahme der Nitrate zu maximieren. Die Wirkung setzt in der Regel zwei bis drei Stunden nach dem Trinken ein und kann den Blutdruck dann spürbar beeinflussen. Da morgens hoher Blutdruck ein häufiges Phänomen ist, kann die morgendliche Einnahme besonders sinnvoll sein.

Treibst du regelmäßig Sport? Dann trink den Saft zwei bis drei Stunden vor deinem Training. Die verbesserte Durchblutung kann deine Leistungsfähigkeit steigern und die Sauerstoffversorgung der Muskeln optimieren.

Welche weiteren Vorteile hat Rote-Bete-Saft für die Gesundheit?

Neben der Unterstützung bei erhöhtem Blutdruck bietet Rote-Bete-Saft noch mehr Vorteile, die besonders für Menschen mit Hypertonie relevant sind. Zusammen mit anderen nährstoffreichen Lebensmitteln zur Blutdrucksenkung lässt er sich gut in eine herzgesunde Ernährung integrieren:

  • Herzschutz: Die enthaltene Folsäure und das Betain können das Herz und die Blutgefäße schützen.
  • Verbesserte Durchblutung: Die Erweiterung der Blutgefäße fördert die Sauerstoffversorgung im gesamten Körper.
  • Entzündungshemmend: Das enthaltene Betain wirkt entzündungshemmend und kann Organe vor chronischen Belastungen schützen.
  • Blutbildung: Der hohe Eisengehalt der Roten Bete unterstützt die Bildung neuer Blutkörperchen, was wiederum die Sauerstoffversorgung verbessert.

Gibt es so etwas wie eine Rote-Bete-Diät?

Ja, Rote Bete kann eine Diät sinnvoll unterstützen. Wenn du abnehmen möchtest, ist der Saft ein nützliches Hilfsmittel – nicht zuletzt, weil er kalorienarm und gleichzeitig nährstoffreich ist.

Die enthaltenen Ballaststoffe können Entzündungen im Bauchbereich reduzieren und die Verdauung unterstützen. Gleichzeitig wirkt Rote-Bete-Saft leicht harntreibend, was Wassereinlagerungen im Körper entgegenwirken kann.

Nebenwirkungen von Rote-Bete-Saft: Was du wissen solltest

Trotz der vielen positiven Eigenschaften gibt es auch Nebenwirkungen von Rote-Bete-Saft, die du kennen solltest:

  • Magenprobleme: Manche Menschen reagieren mit Übelkeit, Durchfall oder Magenverstimmungen – besonders bei Mengen über 250 ml täglich oder bei leerem Magen.
  • Nierenbelastung: Personen mit Nierenerkrankungen sollten vorsichtig sein, da die Oxalsäure und das Betain die Nieren belasten können. Hier sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen.
  • Schwangerschaft: Schwangere sollten den Saft grundsätzlich meiden, da Betain potenziell schädlich sein könnte.
  • Sehr selten kann es vorkommen, dass Rote Bete Hautausschläge, Fieber oder Schüttelfrost hervorruft.
  • Farbstoff: Der intensive natürliche Farbstoff kann Urin und Stuhl rötlich färben – das ist vollkommen harmlos und auf das Pigment Betanin zurückzuführen.

Fazit: Rote-Bete-Saft als natürliche Unterstützung bei Bluthochdruck

Rote-Bete-Saft ist eine natürliche und gut erforschte Möglichkeit, erhöhten Blutdruck zu unterstützen und die allgemeine Gesundheit zu fördern. Die enthaltenen Nitrate erweitern die Blutgefäße, fördern die Durchblutung und entlasten das Herz. Besonders für Menschen mit Hypertonie kann der Saft eine wertvolle Ergänzung zur ärztlichen Behandlung sein.

Und der Saft kann noch mehr: Er schützt das Herz, unterstützt die Leber, wirkt entzündungshemmend und kann beim Abnehmen helfen. Ob als Ergänzung zur Bluthochdruckbehandlung oder als allgemeiner Gesundheits-Booster – Rote-Bete-Saft ist ein echtes Multitalent.

Um zu sehen, ob Rote-Bete-Saft deinen Blutdruck tatsächlich beeinflusst, lohnt sich eine kontinuierliche Messung. Das Hilo Band misst deinen Blutdruck am Handgelenk rund um die Uhr – mit rund 31 automatischen Messungen täglich und einem rollenden 2-Stunden-Durchschnitt, der zeigt, wie sich dein Blutdruck über den Tag entwickelt. Mit der aktuellen App-Version 2.8 kommen zusätzlich Schlafmonitoring, Aktivitätstracking inklusive Schrittzählung sowie vier Kalibrierungen für eine noch präzisere Messung hinzu. So erkennst du langfristige Muster – und kannst gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fundierte Entscheidungen treffen.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Rote-Bete-Saft kann medizinische Therapien nicht ersetzen. Wenn du an Bluthochdruck leidest, Medikamente einnimmst, schwanger bist oder an Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen leidest, sprich vor einer regelmäßigen Einnahme von Rote-Bete-Saft unbedingt mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.

Häufig gestellte Fragen

Senkt Rote-Bete-Saft den Blutdruck wirklich?

Ja, wissenschaftliche Studien zeigen, dass Rote-Bete-Saft den systolischen Blutdruck um mehrere mmHg senken kann. Die Wirkung beruht auf den enthaltenen Nitraten, die im Körper zu gefäßerweiterndem Stickstoffmonoxid umgewandelt werden. Der diastolische Blutdruck wird dabei in der Regel nicht signifikant beeinflusst. Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du Rote-Bete-Saft als ergänzende Maßnahme bei Bluthochdruck einsetzt.

Wie viel Rote-Bete-Saft sollte man täglich trinken?

Für eine unterstützende Wirkung auf den Blutdruck empfehlen Studien eine tägliche Menge von 150–250 ml. Wer neu einsteigt, beginnt am besten mit 70–100 ml und steigert die Menge schrittweise. Die maximale Tagesmenge von 500 ml sollte nicht überschritten werden, da höhere Mengen Magenprobleme verursachen können.

Wann ist der beste Zeitpunkt, Rote-Bete-Saft zu trinken – morgens oder abends?

Morgens auf nüchternen Magen gilt als optimaler Zeitpunkt, da die Nitrate dann besonders gut aufgenommen werden. Die blutdrucksenkende Wirkung setzt etwa zwei bis drei Stunden nach dem Trinken ein. Wer Sport treibt, kann den Saft auch zwei bis drei Stunden vor dem Training trinken, um die Durchblutung und Leistungsfähigkeit zu unterstützen.

Wie schnell wirkt Rote-Bete-Saft gegen hohen Blutdruck?

Erste messbare Effekte auf den Blutdruck können nach zwei bis vier Wochen regelmäßiger Einnahme auftreten. Eine maximale Wirkung ist in der Regel nach acht bis zwölf Wochen zu erwarten. Für eine zuverlässige Einschätzung empfiehlt sich eine kontinuierliche Blutdruckmessung, zum Beispiel mit dem Hilo Band am Handgelenk.

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Dr Jay Shah

Über den medizinischen Prüfer

Dr Jay Shah

MD, FACC · Medizinischer Berater & Prüfer

Dr. Jay Shah ist Kardiologe mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in klinischer Praxis und Führungsaufgaben im Gesundheitswesen. Er studierte Medizin an der University of Missouri-Kansas City School of Medicine, absolvierte seine Facharztausbildung in Innerer Medizin am Massachusetts General Hospital und schloss anschließend eine Spezialisierung in Kardiologie an der Washington University in St. Louis ab. Er gründete und entwickelte eine kardiologische Praxis in Portland, Oregon, half später an der Mayo Clinic beim Aufbau eines internationalen Zentrums für komplexe Erkrankungen der thorakalen Aorta und war zuvor Chief Medical Officer bei Aktiia.
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Piotr Kudela

Über den Autor

Piotr Kudela

Redakteur für Gesundheitsinhalte, Hilo by Aktiia

Piotr Kudela ist Redakteur für Gesundheitsinhalte bei Hilo by Aktiia. Seit seinem Eintritt bei Aktiia im Juli 2022 arbeitet er an Gesundheitsinhalten mit Schwerpunkt auf Blutdruckmessung, Herz-Kreislauf-Gesundheit und Patienteninformation. Er arbeitet mit medizinischen Prüfern, Produktspezialisten und internen Fachexperten zusammen, um Artikel klar, verständlich und für Leser nützlich zu machen.
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